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TANDEM

TANDEM

Grafik: Robert Dancker

 

Was ist ein Sprachtandem?

Ein Sprachtandem ist Sprach- und Kulturaustausch durch eine Sprachpartnerschaft.
Beim Sprachenlernen im Tandem arbeiten zwei Personen mit unterschiedlicher Muttersprache zusammen, um systematisch mit- und voneinander zu lernen. Wenn Sie z.B. Ihre Englischkenntnisse verbessern wollen, dann können Sie als Ergänzung zu Sprachkursen oder ganz unabhängig davon mit einem Tandempartner oder einer Tandempartnerin zusammenarbeiten, deren Muttersprache Englisch ist und die Ihre Muttersprache lernt.

 

Wo finde ich eine_n Tandempartner_in?

Im Selbstlernbereich (Sprachlabor 3, KG I, Raum 1030) haben Sie Zugang zu einer laufend aktualisierten Tandemkartei, in der Sie nach passenden Tandempartner_innen suchen oder selbst ein Gesuch aufgeben können. Die Kartei ist nach gesuchten Sprachen geordnet.
Das Anmeldeformular können Sie herunterladen und ausfüllen; Sie können es anschließend an tandem@sli.uni-freiburg.de schicken oder ausdrucken und bei den Aufsichtskräften im Sprachlabor 3 abgeben.
Andere Möglichkeiten, eine_n Tandempartner_in zu finden, sind z. B. Anzeigen an den schwarzen Brettern der Universität (z.B. am Eingang der einzelphilologischen Institute), der Tandemvermittlungsservice des Studierendenwerks oder die Tandem-Börse der Pädagogischen Hochschule.
 

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Außerdem haben wir eine Facebook-Seite, auf der Sie nach einem TANDEM-Partner suchen können.

 

Wer kann das Angebot der Tandemkartei nutzen?

Studierende und Bedienstete der Universität Freiburg sowie weiterer staatlicher Freiburger Hochschulen (Musikhochschule, Pädagogische Hochschule etc.)

 

Wie lange bleiben Gesuche in der Tandemkartei?

Jeweils zum Semesterbeginn wird die Tandemkartei überprüft und nicht mehr aktuelle Angebote werden entfernt. So ist die Kartei immer auf dem neuesten Stand.

 

Wie kann eine Tandemvereinbarung aussehen?

Sie treffen sich z. B. zwei Stunden pro Woche und arbeiten jeweils eine Stunde in jeder Sprache. Dabei bestimmen Sie selbst, was und wie Sie in Ihrer Zielsprache arbeiten. Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner helfen Sie bei der Arbeit in Ihrer Muttersprache.

 

Welche Vorteile bietet das Sprachenlernen im Tandem?

Sprachenlernen im Tandem

  • ist gratis und in der Regel sehr effektiv.
  • verbindet Lernen mit echter Kommunikation: Sie tauschen sich über die Themen aus, die Sie persönlich interessieren und bewegen.
  • ist partnerschaftlich: In einem Tandempaar profitieren und geben beide Partner_innen in gleichem Maße.
  • verstärkt Ihre Lernendenautonomie: Sie bestimmen selbst, was, wieviel und wie Sie lernen; dabei werden Sie kontinuierlich von der Partnerin oder dem Partner unterstützt und begleitet.
  • verbessert Ihre interkulturelle Kompetenz und ihre landeskundlichen Kenntnisse: Sie lernen nicht nur die Sprache, sondern auch viel über ihre_n Partner_in, ihre oder seine Lebenswelt und die Kultur des Herkunftslandes.
  • ergänzt optimal jeden Sprachkurs: Kursaufgaben können Sie gemeinsam mit Ihrer Tandempartnerin oder Ihrem Tandempartner vor- oder nachbereiten.

 

Wie gestalte ich mein Sprachtandem motivierend und erfolgversprechend?


1. Konstant und realistisch sein!
Vereinbaren Sie einen regelmäßigen Termin, der gut in Ihren Zeitplan passt, und halten Sie ihn ein. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, sondern schätzen Sie realistisch ein, wie viel Zeit und Energie sie jede Woche aufbringen können. Sonst drohen Frustration und Demotivation.
 
2. Den richtigen Ort finden!
Wählen Sie für den Anfang einen neutralen Ort, z. B. in der Universität, in einem Café, im Park, an der Dreisam…

3. Die Sprachen trennen!
Sprechen Sie immer nur in einer Sprache. Vereinbaren Sie vorher die Dauer und sprechen Sie dann gleich lange in der anderen Sprache. So können Sie ganz in Ihre Zielsprache eintauchen und beide gleichermaßen vom Tandem profitieren.

4. Autonom sein!
Sie und Ihr_e Tandempartner_in sind für das eigene Lernen selbst verantwortlich. Überlegen Sie sich, was und wie Sie lernen wollen. Stimmen Sie Ziele und Arbeitsweise mit der oder dem Partner_in ab. Das ist das Lernendenautonomie-Prinzip.

5. Auf Gegenseitigkeit setzen!
Respektieren sich gegenseitig: Halten Sie sich an Ihre Verabredungen, kommen Sie pünktlich zu den Treffen und informieren Sie sich rechtzeitig, falls sie verhindert sind. Die Tandempartnerschaft soll eine Lernpartnerschaft sein. Beide Partner_innen respektieren die gemeinsamen Absprachen und tragen Verantwortung für das eigene Lernen und für das der Partnerin oder des Partners. Das ist das Gegenseitigkeitsprinzip.

6. Lerner_in und Vermittler_in sein!
Sie und Ihr_e Tandempartner_in sind abwechselnd Lerner_in für die Fremdsprache und Vermittler_in für die eigene Muttersprache. Die Tandempartner_innen sind in der Regel keine ausgebildeten Lehrkräfte  und können grammatikalische Fragen daher nur bedingt und meistens rein intuitiv beantworten.
 
7. Alter und Kompetenzniveau abstimmen!
Die Tandempartner_innen sollten ungefähr gleichaltrig sein. Dies ist häufig Voraussetzung für eine gemeinsame Lebenswelt, Interessensgebiete, Lebensumstände und Ziele, über die man sich austauschen kann. Sich mit einem fremden Menschen auszutauschen, ist leichter, wenn schnell ein gemeinsames Thema gefunden ist. Die Tandempartner_innen sollten außerdem ein ähnliches Kompetenzniveau in der Fremdsprache haben.

8. Abwechslung schaffen!
Gemeinsames Plaudern beim Kaffeetrinken wird auf Dauer eintönig. Verschiedene Aktivitäten bringen neue Sprechsituationen mit sich, in denen Sie die Fremdsprache anwenden können. Sie können jede Woche wechselnde Fertigkeiten üben: gemeinsam Texte (vor)lesen und besprechen, sich E-Mails schreiben, kurze Texte verfassen und diskutieren… Weitere Tipps zu Aufgaben und Aktivitäten können Sie z.B. hier (Broschüre der Tandem Fundazioa) finden.

9. Fair bleiben!
Sagen Sie es Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner ehrlich, wenn Ihr Interesse am Sprachtandem nachlässt. Überlegen Sie gemeinsam, wie es weitergehen kann oder ob Sie bestehende Probleme lösen können.

10. Fair korrigieren!

Korrigieren Sie nur, wenn Ihr_e Partner_in es ausdrücklich wünscht, wenn Sie sich nicht verstehen, wenn ein Fehler sehr häufig auftritt oder Ihr_e Partner_in nach dem richtigen Wort sucht.
 

Wo erhalte ich weitere Tipps?

Hier oder im Selbstlernbereich des Sprachlabors (KG I HS 1030) finden Sie einen kurzen Leitfaden mit weiteren Ratschlägen. Außerdem bietet die Fachbereichsleitung des Sprachlabors eine Beratung zum optimalen Arbeiten im Sprachtandem.

 

Kontakt

Astrid Nothen

Astrid Nothen

 

astrid.nothen@sli.uni-freiburg.de


Rosanna Pedretti

Rosanna Pedretti

 

rosanna.pedretti@sli.uni-freiburg.de

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